Historie

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Die Geschichte der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen Den Entschluss von fünf Offenbacher Zahnärzten zur Gründung der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen im Jahr 1956 vermögen wir nur dann gerecht zu beurteilen, wenn wir uns bemühen die Zeitumstände zu berücksichtigen. Der zweite Weltkrieg war gerade 10 Jahre vorbei, die Infrastruktur, wie wir sie heute kennen und schätzen,
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Die Geschichte der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen

Den Entschluss von fünf Offenbacher Zahnärzten zur Gründung der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen im Jahr 1956 vermögen wir nur dann gerecht zu beurteilen, wenn wir uns bemühen die Zeitumstände zu berücksichtigen. Der zweite Weltkrieg war gerade 10 Jahre vorbei, die Infrastruktur, wie wir sie heute kennen und schätzen, war nicht vorhanden, eine zahnärztliche Versorgung der Bevölkerung eigentlich nur in Ansätzen vorhanden.

 

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Der Wille unserer damaligen Kollegen eine den wissenschaftlichen Vorgaben entsprechende Zahnmedizin auszuüben verdient Bewunderung, ebenso der Wille in diesen schwierigen Zeiten den eigenen Wissensstand zu erweitern und Fortbildung zu betreiben und zu organisieren. In der Absicht den damaligen Fortbildungsnotstand in Eigeninitiative zu beheben begründeten Dr. Fritz Knolle, Dr. Josef Frese, Dr. Albert Niedenthal, Dr, Ernst L. Bechthold und Dr. Fritz Schultheiss die Zahnärztliche Gesellschaft in Hessen und bildeten gleichzeitig deren ersten Vorstand. Das Fortbildungskonzept war bereits von Anfang an sehr modern. Keine Stammtischgespräche sollten geführt werden, ein aus dem Fortbildungszirkel bestimmter Referent sollte ein wissenschaftliches Thema aufbereiten und die an das Referat anschliessende Diskussion darüber leiten. Örtliche Arbeitsgemeinschaften und Zeitschriftenzirkel sollten gebildet werden, Fortbildung sollte nicht „von oben herab“ sondern selbstverantwortlich und aktiv betrieben werden.

Die ersten Fortbildungsveranstaltungen fanden im Jahr 1957 im Rahmen von Kreisstellenversammlungen statt, die erste Fortbildungsveranstaltung war am 6.Februar 1957. Das Vortragsthema war:

  1. : Anatomie des unbezahnten Kiefers. Mukosealverfahren. Referent : Dr. Knolle
  2. : Die Bedeutung der accessorischen Kaumuskulatur für die totale Unterkieferprothese, Referent Dr. Schultheiß.

Bis zum 8.1. 1958 fanden dann noch 8 weitere Fortbildungsveranstaltungen statt.

Die erste Tagung der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen fand dann am Sonntag, den 13. April 1958 in der Aula der Werkskunstschule Offenbach statt. Das Thema war „Pathologische Reaktionen im Gefolge der Lokalanästhesie, die Referenten Prof. Dr. Ther, Frankfurt und Prof. Dr. Hattemer, Mainz. Zu diesem Zeitpunkt bestand die ZGH aus Vorstand und 13 ordentlichen Mitgliedern. Es gabetliche Rückschläge beim Versuch einer Zusammenarbeit mit der Landeszahnärztekammer Hessen eine gemeinsame Fortbildungsaktivität zu kreieren.

Erst 1960 konnte zusammen mit der damaligen Bezirksstelle Darmstadt der Landeszahnärztekammer Hessen eine erste gemeinsame Fortbildungsveranstaltung abgehalten werden. Am Samstag , den 22. 10. 1960 wurde dann im Hörsaal der Allgemeinen Ortskrankenkasse Offenbach folgende Fortbildungstagung abgehalten:

  • 10.00 Uhr: Moderne Prothetische Versorgung des Lückengebisses
  • 15.00 Uhr: Die prothetische Versorgung des parodontal geschädigten Gebisses
    Referent Dr. Rainer Strack, Pforzheim

Aus dieser ersten gemeinsamen Tagung entwickelte sich dann eine bis heute ununterbrochene Fortführung der gemeinsamen Jahrestagung der Landeszahnärztekammer Hessen und der ZGH.

Die Zusammenarbeit mit der Bezirksstelle Darmstadt der LZKH führte dazu, dass sich auch ein Arbeitskreis innerhalb der ZGH in Darmstadt bildete, der in Darmstadt regelmäßig Fortbildungsabende veranstaltete. Die Hauptinteressen der Kollegen waren in der Prothetik die Versorgung des zahnlosen Kiefers, die Funktionsdiagnostik wurde nur vereinzelt angesprochen. Weiterhin waren komplexe Fragestellungen aus der Zahnerhaltungskunde und unterschiedliche Verfahren in der Endodontie Themen der Fortbildungsveranstaltungen.

Nach 14 Jahren wurde ein Generationswechsel im Vorstand der ZGH vollzogen. Kollege Dr. Fritz Knolle kandidierte 1971 nicht mehr für den Vorstand. Sein Nachfolger wurde Dr. Norbert Gröschel aus Darmstadt, zweiter Vorsitzender wurde Dr. Bertram Brunner aus Offenbach. Weiter im Vorstand waren Dr. Albert Niedenthal, Frau Dr. Ilse Maier-Mohr und Dr. Fritz Kulemeier. Ein weiterer Wechsel erfolgte dann 1973, da Dr. Norbert Gröschel nicht mehr für sein Amt kandidierte. Nachfolger wurde Walter Mollenkopf, der weitere Vorstand bestand aus Dr. Bertram Brunner, Dr. A. Niedenthal, Frau Dr. Merkle und Dr. Kulemeier. In diese Zeit fällt die Einrichtung von ständigen Arbeitsgruppen innerhalb der ZGH. Die AG Parodontologie wurde von Bertram Brunner geleitet. Die AG Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie von Gerd Hanel, die AG Zahnärztliche Akupunktur von Karl Deppert und die AG Zahnärztliche Chirurgie von Norbert Gröschel. Diese Art der Fortbildung „im kleinen Kreis“ wurde zur beliebtesten Art des kollegialen Austausches, so dass regelmässig und fast vierzehntägig in zahlreichen Praxen Vorträge und Seminare zu unterschiedlichsten Themen abgehalten wurden. Mit dem Eintritt von Gerd Hanel 1979 in den Vorstand der ZGH bekam die Fortbildung der ZGH einen wichtigen Impuls im Fach Funktionsdiagnostik und Funtionstherapie sowie Prothetik.

1981 übernahm dann Christian Foitzik die neue AG Zahnärztliche Implantologie. 1981 war das Jahr des 25 jährigen Bestehens der ZGH, dies wurde im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung mit den Themen „Metallkeramik- eine optimale Dauerversorgung“ und „Untersuchungen über die Bindung von keramischenMassen auf unedle Metalle“ mit dem Referenten Prof. Dr. K.-H. Körber, Kiel gefeiert. In der Laudatio Walter Mollenkopfs auf die Gründungsmitglieder der ZGH wurde deutlich, wie rasant die Entwicklung der Zahnmedizin eingesetzt hat und nur die stetige Fortbildung der Kollegen eine nützliche Wirkung für die Therapie für unsere Patienten hat.

1986 erfolgte ein erneuter Wechsel der Präsidentschaft in der ZGH. Leider ließ es der Gesundheitszustand von Walter Mollenkopf nicht mehr zu für dieses Amt zu kandidieren. Neuer Präsident wurde Dr. Bertram Brunner, Vizepräsident Gerd Hanel, Sekretär Dr. Holger Niedenthal. Die Zahnärztliche Gesellschaft in Hessen war mittlerweile auf 150 ordentliche Mitglieder angewachsen.
Auch die Arbeitsgruppen innerhalb der ZGH wurden ergänzt, die Arbeitsgruppe Praxishygiene wurde von Dr.Dr. Gudrun Geis-Tronich und Dr. Arno Geis geleitet, die AG Kieferorthopädie und Prophylaxe von Dr. Rolf Schlömer.

1988 kandidierte Dr. Bertram Brunner aus privaten Gründen nicht mehr für das Amt des Präsidenten, Dr. Dr. Christian Foitzik übernahm nun das Amt des Präsidenten. Gerd Hanel und Dr. Holger Niedenthal sowie Dr. Dirk Witt bildeten den geschäftsführenden Vorstand der ZGH. Dr. Peter Bechler, Dr. Arno Geis, Dr. Kurt Kolmer, Dr. Kay Vietor, Dr. Edgar Spörlein waren in den neunziger Jahren im Vorstand als Beisitzer hinzugekommen. Die Fortbildungsaktivitäten wurden in dieser Zeit auch durch wissenschaftliche Exkursionen ergänzt. Als Highlight kann das Euro-Amerikanische Wintersymposium in Vail gelten, es nahmen über 60 Kollegen 1998 an diesem Symposium aus Deutschland teil, zusammen mit Angehörigen wuchs die Zahl der Mitreisenden auf über 160 Personen an. Unter der Leitung unseres Präsidenten Dr. mult. Christian Foitzik wurde dieses Symposium ein nicht nur wissenschaftlich gesehen großer Erfolg.

Neben der wissenschaftlichen zahnärztlichen Fortbildung fanden sich die Kollegen auch zu kulturellen und sportlichen Aktivitäten zusammen. Es wurden kulturhistorische Fortbildungsreisen nach Rom, Pompeji und Madrid organisiert, Dr. Reinhard Gursch etablierte die Ski-Total Fortbildungsreise. Nach mittlerweile 23 Reisen ist dies ein fester Programmpunkt im Februar/ März jeden Jahres.
Im neuen Jahrtausend wurde die fachliche Fortbildung durch die gesetzliche Verpflichtung zum Nachweis einer Mindestzahl an Fortbildungsstunden oder Fortbildungspunkten aufgewertet. Die ZGH hat deshalb eine eigene Fortbildungsplakette entwickelt, die dem Kollegen bei Erreichen einer bestimmten Fortbildungspunktzahl überreicht wird. Als positive Nebenwirkung kann festgestellt werden, dass der Besuch unserer Fortbildungsveranstaltungen stark zugenommen hat. Ebenso ist auch die Mitgliederzahl auf mittlerweile über 350 Mitglieder angewachsen.

Im Jahr 2007 kandidierte der langjährige Präsident Dr. mult. Christian Foitzik nicht mehr für das Amt des Präsidenten. Ebenso kandidierten Dr. Peter Bechler, Dr. Dirk Witt und Dr. Arno Geis nicht mehr für den Vorstand, so dass sich ein erneuter Generationenwechsel vollzog. Neuer Präsident wurde Dr. Kurt Kolmer, Vizepräsident wurde Dr. Edgar Spörlein, Sekretär wurde Dr. Lars Becker. Als Beisitzer wurden Rolf Hofmann, Dr. Reinhard Gursch, Arne König und Dr. Ulrich Geis gewählt.

Alte Konzepte zu bewahren und neue hinzuzufügen wurde das Credo des neuen Vorstandes. Das Fortbildungsprogramm wurde in Heftform den Kollegen übersandt, das Internet als Plattform zur Kommunikation mit den Kollegen etabliert. Die Kommunikation mit weiteren Fachgesellschaften führte zum Symposium der Fachgesellschaften im Kloster Eberbach in Eltville im Rheingau. 2015 wurde das siebte Symposium mit großem Erfolg abgehalten, die Teilnehmerzahl überstieg wieder die Hundertermarke.

Fortbildung in großer Zahl von Kollegen für Kollegen, Diskussionen mit den Referenten , freundschaftliche Beziehungen neben der fachlichen Fortbildung pflegen zu können, all das sind Vorteile des Konzeptes der Zahnärztlichen Gesellschaft in Hessen. Fördern Sie dieses Konzept durch Ihre aktive Mitgliedschaft!

Im September 2015
Dr. Kurt Kolmer

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